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Achtsamkeit alltäglich – So bist Du ganz im Moment

Achtsamkeit, dieser Begriff ist zurzeit in aller Munde, aber was ist das überhaupt? Es bedeutet eigentlich genau das, was das Wort beinhaltet. Achtsam, also bewusst, den Moment wahrnehmen und das ohne ihn in irgendeiner Weise zu bewerten. Nur spüren und da sein lassen. Wenn wir also beispielweise achtsam einen Spaziergang im Park machen, dann achten wir bewusst auf jedes Detail – wir nehmen den knorrigen Baum, die weite Grünfläche, die Blumen, den Kies unter unseren Füßen wahr, spüren Wind auf der Haut oder beobachten das Eichhörnchen, dass von Ast zu Ast springt. Wir konzentrieren uns bewusst auf die Wahrnehmung dieser Details und schalten alles andere aus. Kein paralleles innerliches erstellen einer  to-do-Liste oder sonstiger Gedanken, die uns aus dem Moment reißen könnten. Abschalten!

Durch diese Verbindung mit dem Moment und den einfachen Dingen gelangen wir zu mehr Ruhe und innerem Frieden und lassen uns, wenigstens für den Moment, wieder vom Leben verzaubern. So entdecken wir die kindliche Neugier und das Erkennen all der vielen kleinen alltäglichen Wunder wieder, in den Wolken am Himmel, einer Blüte, dem Geschmack eine köstlichen Frucht oder der Berührung eines Menschen, der uns am Herzen liegt. Regelmäßige Anwendung von Achtsamkeitübungen kann so zur Entspanung beitragen, uns stressresistenter machen, Depressionen vorbeugen und uns allgemein mehr Lebensfreude und Energie erfüllen.

Wie schaffen wir es, Achtsamkeit in unseren Alltag zu integrieren? Das ist eigentlich gar nicht so schwer. Antje Haferkorn, LAUFMAMALAUF-Partnerin in Region Hannover Süd, hat für Euch ein paar ganz einfache Übungen für den Einstieg zusammengestellt.

Antje Haferkorn, LAUFMAMALAUF-Partnerin Region Hannover-Süd

Achtsamkeit im MAMA-Alltag

Der erste Monat des neuen Jahres ist schon wieder im Eiltempo vorbei gerauscht. Ich bin von einem Termin zum nächsten gehetzt, habe meine Kinder durch den Ort chauffiert, habe gegen Wäscheberge und Chaos im Haus angekämpft und nebenbei noch gearbeitet „Ich muss noch mal eben schnell…“ war mein meist gesagter Satz. Und nicht all zu oft hat mein Sohn irgendwann genervt „Mama, komm jetzt endlich!“ zu mir gesagt. An vielen Tagen frage ich mich, was ich eigentlich den ganzen Tag gemacht habe, denn das, was ich schaffen wollte, ist noch genauso unerledigt, wie am Morgen und doch war ich den ganzen nur im Dauerlauf unterwegs.

Wo ist der Pausenknopf?

Falls es Dir ähnlich wie mir geht, nutze im Februar doch mal die aufgezwungenen Wartezeiten im Alltag, um kurz vom Gas zu gehen. Die Waschmaschine braucht noch 5 Minuten, obwohl du eigentlich loswillst? Super! Dein Kind zieht sich im Schneckentempo die Schuhe an und will es unbedingt ALLEINE machen? Großartig! Die Schlange an der Kasse ist einen gefühlten Kilometer lang und du wolltest doch eigentlich noch schnell das Mittagessen kochen? Ein Traum! Genau jetzt ist dein Moment, um den Alltag zu stoppen und wieder Kraft zu tanken!

Einfach nur atmen

Der Atem ist unser freundlicher Begleiter in jeder Alltagssituation. Er ist immer da und steht sofort als Achtsamkeits-Trainingspartner zur Verfügung. Er kann Dir als Anker dienen, um den Geist zu beruhigen. Dafür lenke Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Atem, Dein Atemrhythmus und Dein Atemtempo. Beobachte welchen Weg sich der Atem in Deinen Körper sucht und an welcher Stelle er Deinen Körper bewegt. Wo spürst Du die Atembewegung? Hebt sich Dein Brustraum oder weitet sich Dein Bauch oder bewegt sich beides?

Kurzer Bodyscan

Auch Dein Körper ist immer mit dabei und kann Dir als Trainingspartner dienen. Egal wo Du gerade bist, beobachte, welche Position Dein Körper eingenommen hat, ohne diese zu verändern. Wie stehst Du oder sitzt Du gerade? Wo spürst du Anspannung oder Entspannung – wo Wärme oder Kälte? Wie ist Dein Körper ausgerichtet und was passiert, wenn Du die Position in mehr Länge, Weite oder Größe veränderst?

Kurzer Gedankenscan: „Wie geht’s mir?“

Achtsam seine Gefühle zu beobachten, hilft, vorher schon den Pausenknopf zu drücken, bevor sich hitzige Emotionen durch einen großen Knall entladen. Dafür spüre in Dich hinein und beobachte völlig wertungsfrei, wie es Dir geht. Nimm alle Gefühle und Gedanken ganz bewusst wahr, die zum Vorschein kommen, ohne sie zu kommentieren. Alle Gefühle haben ihre Berechtigung genau in diesem Augenblick. Es ist richtig und wichtig, auch mal traurig oder wütend zu sein. Dadurch entsteht wieder Raum, um Freude, Spaß und Frohsinn zu empfinden.

 

Ich hoffe, diese kurzen Alltagsstopps werden Dir helfen, Ungeduld in Gelassenheit zu verwandeln. Wenn Du magst, berichte uns, was Dir am besten geholfen hat oder Du hälst einen achtsamen Augenblick davon auf einem Foto fest und postest ihn mit dem Hashtag #MeinMoment und taggst @laufmamalauf.

Buchtipp für die, die MEHR wollen

Wer sich gern mehr in die Thematik vertiefen möchte, dem sei als tolle Einstiegslektüre folgendes Büchlein empfohlen „Das kleine Buch vom achtsamen Leben“ von Dr. Patrizia Collard. Hier findet Ihr neben einer interessanten Einführung und Hintergründen auch zahlreiche weitere Übungen, die Euch helfen Achtsamkeit in Eurem Alltag zu verankern.

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